Obst einkaufen in Schweden
Einkaufen im Schwedenurlaub

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Schweden

 

Einkaufen in Schweden: Lebensmittel, Supermärkte und Bezahlung

Ein Ferienhausurlaub in Schweden gehört zu den wunderbarsten Reisemöglichkeit in Europa. Die Individualität dieser Form des Reisens bringt kleine und große Herausforderungen des Alltags mit sich. Insbesondere beim Einkaufen in Schweden gibt es bei den Produkten, Preisen und der Bezahlung Unterschiede im Vergleich zu Deutschland.

Die Lebensmittelpreise in Schweden haben sich mit dem Beitritt Schwedens zur EU am 1. Januar 1995 nachhaltig in eine positive Richtung entwickelt. Im Vergleich zum Nachbarn Norwegen hat das Land moderate Preise vorzuweisen, dennoch besitzt Schweden die vierthöchsten Lebensmittelpreise in Europa. In diesem Zusammenhang lohnt sich der Blick auf die jeweiligen Produkte und vor allem die regionalen Unterschiede.

Preisunterschiede zwischen Stadt & Land und Nord & Süd

Die Auswahl der Ferienregion in Schweden kann erheblichen Einfluss auf das eigene Budget im Urlaub haben. In der Nähe einer Großstadt kommen Reisende in Genuss von zahlreichen und vor allem vielseitig ausgestatteten Supermärkten mit sehr moderaten Preisen, die im Vergleich zu Deutschland nur zehn bis 15 Prozent über jenen hierzulande liegen. Je ländlicher ein Region geprägt ist, umso höher fallen die Preise bei den Lebensmittel aus. Erschwerend kommt hinzu, dass bei den kleinen Geschäften wie Coop oder ICA die Auswahl deutlich eingeschränkter ist.
 
Bei einem Ferienhaus in Mittel- oder Nordschweden müssen Urlauber mit deutlich höheren Preisen und einer geringen Vielfalt in Lebensmittelläden rechnen. Die Auswahl bei Obst, Gemüse und frischen Produkten ist beschränkt und die hohen Preise können die Urlaubskasse erheblich belasten. Im Winter können Gurken, Paprika oder auch Äpfel gerne einmal das drei- bis vierfache im Vergleich zu deutschen Preisen kosten.

Die Ursachen für die deutlichen Unterschiede sind vor allem in der Dichte der Supermärkte und ihre Erreichbarkeit zu suchen. In den Städten konkurrieren ICA, Coop, Willys oder auch Lidl um die Gunst der Kunden, während auf dem Land meist nur ein ICA oder ein Coop zu finden ist. Die nördlichen Regionen in Schweden sind nur recht dünn besiedelt, dementsprechend klein ist die Zielgruppe. Diese kleinen Läden werden auch nur ein bis zwei Mal pro Woche beliefert und halten das Sortiment bewusst klein.

Preisunterschiede bei Backwaren, Obst und Gemüse

Trotz der mittlerweile angepassten Preispolitik in Schweden gibt es Produktgruppen, für die Urlauber mit höheren Preisen kalkulieren müssen. Bis auf das schöne Skåne im Süden des Landes, das auch gerne als Kornkammer Schweden tituliert wird, hat das Land keine große Liebe zum Brot und anderen Backwaren entwickelt. Die wohltuende Ausnahme sind zwar die Zimtschnecken, aber diese dürften beim Frühstück oder Abendbrot kaum die passende Grundlage bilden. Dunkles Brot ist eher selten zu finden, stattdessen dominiert helles Brot, das in der Regel auch sehr süß gebacken wird. Die Kosten bewegen sich bei Brot und Getreideerzeugnisse rund 30 Prozent über jenen in Deutschland. Eine lohnende Alternative ist natürlich das Knäckebrot, das in Schweden hohes Ansehen genießt und preisgünstig im Einkauf ist.

Die Landwirtschaft in Schweden, gerade beim Gemüse- und Obstanbau, wird nicht so gefördert wie hierzulande. Die Folge sind relativ hohe Preise für Kartoffeln, Gemüse und Obst, die sich durchschnittlich 30 Prozent über den Preisen in Deutschland bewegen. Ein Geheimtipp in dieser Hinsicht sind Bauernhöfe, bei denen Bewohner oder auch Urlauber für einen geringen Kostenaufwand selbst die Kartoffeln oder das Obst ernten. Diese Form der Ernte erfreut sich in den vergangenen Jahren einer wachsenden Popularität.

Mit höheren Preise sollten Schwedenreisende auch bei folgenden Produkten rechnen:
• Milch, Käse, Eier sind rund 20 Prozent teurer
• Alkoholfreie Getränke kosten 21 Prozent mehr
• Die Preise für Öle und Fette sind 15 Prozent höher
• Fisch und Fleisch hingegen nur bei zwei Prozent

Quelle: http://epp.eurostat.ec.europa.eu/statistics_explained/index.php/Comparative_price_levels_for_food,_beverages_and_tobacco

ICA, Coop oder Willys – welcher Supermarkt spart Geld?

ICA gehört zu den populärsten Supermärkten in Schweden. Selbst in den abgelegensten Ortschaften finden Reisende kleinere Läden dieser Kette. Bei einem Ferienhaus in Schweden mit einem ICA in der Nähe ist zumindest die Grundversorgung gesichert. Coop ist gerade auf dem Land eine lohnenswerte Alternative geworden mit einer meist größeren Auswahl, mehr frischen Produkten sowie günstigeren Preisen. Beide Ketten haben auch Produkte aus Eigenmarken, mit denen sich sicherlich etwas sparen lässt. In zahlreichen Gemeindestädten hat Willys seine Standorte. Hier herrscht eine sofort sichtbare größere Auswahl in allen Lebensmittelbereichen mit günstigen Sonderangeboten.

In der Umgebung von größeren Städten können Urlauber schon aus mehreren Ketten wählen. Coop und ICA Maxi stellen hier größere Filialen mit einem umfangreichen Portfolio an Waren. Hinzu gesellt sich in den vergangenen Jahren verstärkt Lidl, das mit konstanter Preispolitik in Schweden punktet. Hier werden keine regionalen Unterschiede gemacht und Feriengäste finden sicherlich das ein oder andere bekannte Produkt aus deutschen Landen. Vereinzelt finden sich mit Netto oder Tempo weitere Supermärkte, die das regionale Angebot an Geschäften noch erweitern.
 
Die Öffnungszeiten von Supermärkten in Schweden unterscheidet sich von denen in Deutschland. Lebensmittelgeschäfte haben in Schweden täglich geöffnet, auch an Feiertagen wie Weihnachten. Somit kann natürlich auch am Sonntag eingekauft werden, was vielen Urlaubern sehr entgegen kommt, denn die Anreise erfolgt oft am Wochenende. Auch große Geschäfte, wie zum Beispiel IKEA und Media Markt haben Sonntags geöffnet.

Systembolaget: Alkoholische Getränke kaufen

Die Schweden und der Alkohol ist eine sehr leidvolle Geschichte. Deshalb wurde im vergangenen Jahrhundert das staatliche Unternehmen Systembolaget ins Leben gerufen, um den Alkoholkonsum zu regulieren. In den klassischen Supermärkten sind lediglich Getränke unter einem Alkoholgehalt von 3,5 Prozent zu finden. Ist der Anteil höher, muss das Bier, der Schnaps oder der Wein im Systembolaget erworben werden. Für den Einkauf muss das Alter von 20 Jahren erreicht werden, lediglich in Bars, Restaurants und Diskotheken ist der Ausschank ab 18 Jahren gestattet.

Die Preisgestaltung fällt dabei recht unterschiedlich aus. Bier aus Schweden muss dabei nicht zwingend teurer sein als in Deutschland, lediglich bei Importmarken müssen Kunden mit höheren Preisen rechnen. Die günstige Alternative sind die typischen Leichtbiere aus den Supermärkten.

Das Rauchen ist in Schweden gesellschaftlich verpönt. Deshalb werden in schwedischen Hotels ausschließlich Nichtraucherzimmer angeboten und in Restaurants gilt absolutes Rauchverbot. Möchten Urlauber auf die Zigaretten nicht verzichten, sind rund 30 Prozent mehr im Reisebudget dafür zu veranschlagen.

Schwedische Lebensmittel entdecken

Das Leben in einem Ferienhaus in Schweden bringt mit sich, dass Reisenden ihren Speiseplan selbst zusammenstellen können. Eine Entdeckungsreise durch einen der Supermärkte kann zu einem unvergesslichen kulinarischen Erlebnis werden. Vor allem beim Fisch sind die Skandinavier unheimlich einfallsreich. Der Senapssill, der Senfhering ist eine Köstlichkeit, die Feinschmecker sich nicht entgehen lassen sollten. Mut ist gefragt beim Verzehr von Surströmming, ein stinkender „Gammelfisch“, der lokal als Spezialität gilt.

Kaffeegenießer haben in Schweden gute Karten. Mit Fika haben die Menschen im Norden eigens eine Mahlzeit dafür geschaffen. Serviert mit Kuchen finden sich wirklich gute Cafés und Restaurants im ganzen Land. Beim Tee gibt es eine breite Vielfalt, wobei in Schweden Sorten mit Beeren besonders hoch im Kurs stehen. Beim Saft oder der Limonade müssen Reisende genauer hinschauen, denn viele Angebote werden mit reichlich Zucker angeboten. Der Juice aus dem Kühlregel stellt eine wertvolle Alternative dar, auch wenn die Haltbarkeit überschaubar ist.

Süßigkeiten sind ein eigenes Thema in Schweden. In fast jedem Supermarkt gibt es Lösgodis – Regale voller Süßigkeiten, die sich in Tüten abfüllen lassen und die nach Gramm bezahlt werden. Die Auswahl ist schier endlos und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die Lördagsgodis, die Samstagssüßigkeiten, haben eine lange Tradition. Kinder werden dahingehend erzogen, dass am Wochenende als Belohnung die Süßigkeiten gekauft werden, um den Konsum etwas einzuschränken. Bei Schokolade sollte genau auf die Sorte geachtet werden. Marabou hat sich mit deutlich mehr Geschmack und einen höheren Kakaowert mittlerweile eine kleine Vormachtstellung erarbeitet.

Bei der in Deutschland so beliebten Wurst müssen Urlauber deutliche Abstriche machen. Gewohnte Auswahl und vor allem Qualität wird hier nicht geboten. Lediglich bei Lidl gibt es inzwischen auch „deutsche“ Wurstauswahl, die geschmacklich mithalten kann. Ähnlich verhält es sich bei Würstchen oder Bratwürsten. Hier setzen die Schweden auf vollkommen andere Sorten und Gewürze, die für den Gaumen deutscher Urlauber ein wenig gewöhnungsbedürftig sind.

Bezahlen mit Karte statt mit Bargeld

Langfristig möchte Schweden das Bezahlen mit Bargeld abschaffen und dafür hat man mehrere Lösungsansätze ins Leben gerufen. In jedem Supermarkt, Geschäft und Restaurant gehört das Zahlen mit Kreditkarte zum Alltag. Viele unbemannte Tankstellen können fast nur noch mit Kreditkarte genutzt werden. Dieses Prinzip setzt sich weiter fort mit der App „Swish“. Selbst auf einem Loppis, einem Flohmarkt, können Produkte mit der App erworben werden. Dank einer Einigung aller Banken in Schweden, kann jeder Einwohner Swish nutzen, um seinen Zahlungsverkehr schnell und unproblematisch abzuwickeln. Beliebt sind auch einzelne Kundenkarten, die teilweise wie eine Prepaidkarte funktionieren. Dort wird für den täglichen Bedarf ein Budget auf eine Karte geladen und damit im Supermarkt bezahlt. Im Alltag spielt das Bargeld eine immer weniger tragende Rolle. Lediglich um Rücksicht auf die ältere Generation und Urlauber zu nehmen, wurde bis zur vollständigen Abschaffung des Bargelds eine gewisse Übergangszeit eingeräumt.

Gekås – der größte Supermarkt der Welt

Das Einkaufen in Schweden beschränkt sich in der Regel auf die lokalen Geschäfte. Reisende nach Westschweden sollten unbedingt einen Ausflug nach Ullared einplanen. Mit Gekås befindet sich dort der größte Supermarkt der Welt, der keinen Wunsch offen lässt. Hier werden Lebensmittel und viele andere Produkten des täglichen Bedarfs in riesigen Packungen angeboten. Da reicht der Käse, das Fleisch oder die Süßigkeiten problemlos für eine Großfamilie. Zusätzlich gibt es Kleidung, Angelzubehör, Elektronik und viele andere Produkte, die einen Urlaub in Schweden deutlich erleichtern können. Für einen ausgiebigen Einkauf bei Gekås sollten Reisende gerne einen ganzen Tag einplanen, schließlich findet sich hier noch die ein oder andere Geschenkidee, der Nachwuchs kann neu eingekleidet werden und es wird der Lebensmitteleinkauf für die gesamte Woche erledigt.
 
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